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UMBAU
Auftragskomposition MARKUS FLÜCKIGER

Donnerstag 10. November 2016 | 20 Uhr | Kunstraum Walcheturm Zürich
Freitag 11. November 2016 | 20 Uhr | Neubad Luzern
Samstag 12. November 2016 | 20 Uhr | Gartensaal Ital Reding Haus Schwyz
Sonntag 13. November 2016 | 18.30 Uhr | Chollerhalle Zug

Markus Flückiger (*1969) Pragel (Uraufführung)
Roman Ledenjov (*1930)
Notturni (1968)
Edison Denisov (1929-1996)
Sextett (1984)
Gavriil Popov (1904-1972)
Kammersymphonie Op. 2 (1927)

Neben unbekannten Werken aus der ehemaligen Sowjetunion kommt eine Auftragskomposition des Schwyzerörglers Markus Flückiger zur Aufführung. Er hat sich intensiv und kritisch mit der Schweizer Volksmusik auseinandergesetzt, wies der Szene neue Wege und mischte sie gewaltig auf. Ein Konzertabend ganz im Sinne von UMBAU – oder eben russisch: Perestroika.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Programm und den Werken.

 

Julianna Wetzel Flöte | Sabina Novak Oboe | Nicola Katz Klarinette | Patricia Pazos Pintor Fagott | Martin Huber Horn | Valentin François Trompete | David Sontòn Caflisch Violine | Claudia Kienzler Violine | Liese Meszar Viola | Felix Schüeli Violoncello | Kaspar Wirz Kontrabass | Andreas Brenner Leitung

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KUNST DER FUGE

Sonntag 18. Dezember 2016 | 18.30 Uhr | Matthäuskirche Luzern

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Die Kunst der Fuge in der Bearbeitung für Ensemble von Jan van Vlijmen (2001)

Das Ensemble Montaigne wird ab 2016 folgende ungewöhnliche Konzertform einführen: alljährlich am 4. Adventssonntag versammeln sich die Musikerinnen und Musiker in einer Schweizer Stadt zur Aufführung von Johann Sebastian Bachs monumentalem Werk «Die Kunst der Fuge» – im Sinne einer Art Meditation. Meditation bezieht sich hier auf zwei Ebenen: im Grossen ist damit der Zyklus der Jahre angesprochen, den die Aufführungen bilden, im Kleinen das Werk selbst, das in verschiedenen Formen das immer gleiche Prinzip abhandelt: die Fuge. Bachs Kunst der Fuge ist ein Werk, das nicht für eine bestimmte Besetzung geschrieben wurde – in diesem Zusammenhang erwähnte es der amerikanische Komponist John Cage sogar einmal in einem Vortrag als ein Beispiel für ein Werk der Musikgeschichte, in dem der Zufall eine Rolle spiele. Den Zufall in die Musik einzuführen ist ja das Verdienst, das gemeinhin John Cage zugeschrieben wird. Die Instrumentierung, die für die Aufführungen des Ensemble Montaigne verwendet werden soll, stammt vom Niederländischen Komponisten Jan van Vlijmen aus dem Jahr 2001. Sie legt in einer fast analytischen Weise die Struktur von Bachs Musik frei, wobei sie in den Variantinstrumenten der Bläser (Altflöte, Englischhorn, Bassklarinette) und der Besetzung des Streichquintetts mit nur einer Violine aber zwei Bratschen, das Register des Ensembles auffällig zur Tiefe hin verschiebt. Es entsteht ein Klang, der auf eigenartige Weise und ganz mit Mitteln der zeitgenössischen Musik an historische Instrumente erinnert – eine Meditation in Form eines Gedankenflugs in ferne Zeiten und einsame musikalische Höhen.

 

Julianna Wetzel Flöte | Peter Vögeli Oboe | Nicola Katz Klarinette | Patricia Pazos Pintor Fagott | Valentin François Trompete | Maja Kelava Posaune | David Sontòn Caflisch Violine | Markus Wieser Viola | Claudia Kienzler Viola | Felix Schüeli Violoncello | Kaspar Wirz Kontrabass | Selina Cuonz Harfe | Marek Wetzel Gitarre | Silke Lisko Mandoline | Andreas Brenner Leitung

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Kritik MIT GÄSTEN FÜR DEN GAST  – WOLFGANG RIHM CHIFFRE-ZYKLUS
Neue Luzerner Zeitung | 4. Juli 2015

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‘ANTHONY BRAXTON | ENSEMBLE MONTAIGNE (BAU4) 2013 | ROLAND DAHINDEN’

Die CD kann per Mail an info@ignm-zentralschweiz.ch für 20 CHF bestellt werden.

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KRITIK JÜRG SOLOTHURNMANN

ANTHONY BRAXTON/ROLAND DAHINDEN
Ensemble Montaigne (Bau 4) 2013
10 Musiker; Dahinden (cond)
LEO/leorecords.com

4 Sterne

Seine Palmares sind lang. Versiert ebenso mit Jazz wie moderner Klassik, war der Innerschweizer Posaunist und Komponist Roland Dahinden 1992-95 u.a. auch Anthony Braxtons Assistent und seither ein regelmässiger Musikerkollege. Von daher rührt seine intime Kenntnis der umfangreichen Arbeit und Tri-Axium-Philosophie Braxtons, deren jazziger Aspekt nur einen Bruchteil des ganzen Werks ausmacht. Parallel zu seinen eigenen Kompositionen und Projekten und manchmal zusammen mit seiner Partnerin Hildegard Kleeb vermittelt Dahinden auch kompetent die weitreichenden Ideen des Amerikaners. Mit dem neuen zehnköpfigen Ensemble Montaigne hat er die komplexen miteinander fusionierten „Compositions“ einstudiert, die auch eine Menge Improvisation – basiert auf Braxtons System der „language music“ – enthalten. In der 50minütigen  Konzertaufnahme im Bau 4 Altbüron durchdringen sich Ton und Geräusch total. Das Klangbild des Instrumentarium (5 Streicher, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn) und die Motorik wirken klassisch. Doch viele Aspekte von Free Jazz, Free Music und Neuer Musik vermischen sich ja bereits seit längerem. Dahinden dirigiert und ruft auch die bestimmten Improvisationsarten ab. Die fordernde Musik wirkt insgesamt gestenreich und vital, ist aber trotz ihrer Verwobenheit auch hörbar gegliedert und – wo notiert – vom Ensemble präzise umgesetzt. js

 

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