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ERFAHRUNG UND KONZEPT INS KREUZ NEHMEN

Mittwoch 11. Mai 2016 | 20 Uhr |  Chollerhalle Zug
Donnerstag 12. Mai 2016 | 20 Uhr |  Neubad Luzern
Dienstag 17. Mai 2016 | 20 Uhr | Gare du Nord Basel

Alfred Knüsel (*1941) Membran | Bläserquintett
Roland Moser (*1943) Glas-Walzer | Cello solo)
György Kurtag (*1926) Jelek | Cello solo
Andreas Brenner (*1972) Neues Werk (Uraufführung) | Hornquartett
Alfred Knüsel Gesten II a+b | Cello solo, Violinquartett, Hornquartett, 3 Schlagzeug
Andreas Brenner Neues Werk (Uraufführung) | Violinquartett
Luciano Berio (1925-2003) Les mots sont allés | Cello solo
Alfred Knüsel Spuren | Flöte, Klarinette, 2 Schlagzeuge, Akkordeon und tiefe Streicher

Ein Konzert anlässlich des 75. Geburtstags von Alfred Knüsel, unter der Leitung seines Sohnes Christian Knüsel und in Zusammenarbeit mit der IGNM Basel.
Erfahrung und Konzept ins Kreuz nehmen - Der Titel ist Programm im Extrakonzert zum 75. Geburtstag von Alfred Knüsel: Das Leben als Ansammlung von Erfahrungen und Konzepten, und doch geht es immer wieder darum, alles loszulassen und dem Unerhörten Raum zu geben.
Das Konzertprogramm lotet dieses Spannungsfeld mit einer Schweizer Erstaufführung, drei Uraufführungen und weiteren Kompositionen aus: Es geht um das Schaffen von Echo-Räumen, in denen Klangerfindung und Realität in ihrer poetischen Verschränkung einen Widerhall finden. Reflektionen dieser Haltung erklingen in Werken von Zeitgenossen, die Alfred Knüsel schätzt: György Kurtag, Roland Moser, Luciano Berio und Andreas Brenner. Da hinein fügt sich die Eigenständigkeit des uraufzuführenden Werkes “Gesten” von Alfred Knüsel. Andreas Brenner, Komponist und Mentor des Ensemble Montaigne, spiegelt diese Vorgaben in zwei eigens zu diesem Anlass geschriebenen Werken. Das Ensemble Montaigne wird verstärkt durch zahlreiche Gastmusiker aus der Region.

Christian Knüsel
Christian Knüsel absolvierte Studien in Dirigieren und Trompete in Luzern, Holland und in den USA. Sein Studium der Musikwissenschaft an der Universität Basel schloss er mit Auszeichnung ab.
Neben Förderpreisen verschiedener Stiftungen erhielt er 2010 das Tonhalle-Stipendium des Musikwissenschaftlichen Instituts Zürich. Er assistierte und hospitierte bei führenden Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem Bayerischen Rundfunk in München und dem Concertgebouw Orchestra in Amsterdam.
Heute ist Knüsel künstlerischer Leiter und Dirigent des Neuen Orchesters Basel, das 2014 den Orchesterwettbewerb des Murten Classics Festivals gewann und im April 2016 auf Einladung des Rahn Kulturfonds sein Debüt in der Tonhalle Zürich gibt. Neben der Pflege des traditionellen Konzertrepertoires engagiert sich Christian Knüsel für die zeitgenössische Musik, beispielsweise gastiert er in der Saison 2015/2016 bei der IGNM Basel und für ein multimediales Konzertprojekt mit Uraufführungen an der Zürcher Hochschule der Künste.


Julianna Wetzel Flöte | Peter Vögeli Oboe | Nicola Katz Klarinette | Patricia Pazos Pintor Fagott | Flavio Trompa Horn | Julio Femenia Horn | Lucien Laferriere Horn | Chai Suang Horn | Dominik Dolega Schlagzeug | Daniel Stalder Schlagzeug | Marc Rebetez Schlagzeug | Jürg Luchsinger Akkordeon | David Sontòn Caflisch Violine | Liese Meszar Violine | Ola Sendecki Violine | Ruth Gierten Violine | Markus Wieser Viola | Felix Schüeli Violoncello | Kaspar Wirz Kontrabass | Christian Knüsel Leitung | Fernando Caida Greco Violoncello solo

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MONTAIGNElight
ZEITGENÖSSISCHE KAMMERMUSIK

Samstag 28. Mai 2016 |20 Uhr |  Neubad Luzern
Sonntag 29. Mai 2016 | 18.30 Uhr | Landenberg Sarnen
Sonntag 5. Juni 2016 | 19 Uhr | Theater im Burgbachkeller Zug

Andreas Brenner (*1972) Duo für Flöte und Violine (UA)
Peter Vögeli (*1974)
«Kristallisationen» für Flöte, Bassklarinette, Violine, Kontrabass (UA)
Julianna Wetzel (*1982)
 «Aevitas» für Flöte, Klarinette, Kontrabass (UA)
Maurus Conte (*1982)
 «Ouroboros» für Flöte, Bassklarinette, Violine, Kontrabass (UA)
Claudia Kienzler (*1981) 
Trio für Flöte, Klarinette, Kontrabass (UA)
David Sontòn Caflisch (*1974)
«s» für Flöte, Kontrabassklarinette, Violine, Kontrabass

Zum dritten Mal realisiert die IGNM Zentralschweiz das Projekt MONTAIGNE, denn die Mehrzahl der Mitglieder des Ensemble Montaigne sind nicht nur als Interpretierende, sondern auch als Komponistinnen und Komponisten Zeitgenössischer Musik tätig. Die IGNM Zentralschweiz beauftragt Peter Vögli, Andreas Brenner, Julianna Wetzel, Maurus Conte und Claudia Kienzler kurze Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen bis Quartett zu schreiben.Es gelangen Werke zur Aufführung, die die Urheberinnen und Urheber ihren Mitmusikern (oder sich selbst) auf den Leib schreiben. Dabei wird auf eine ganz andere Weise erfahrbar, auf welchem Fundament die stilistische Vielseitigkeit ruht, die die Programme des Ensemble Montaigne auszeichnen. Alle Komponierenden bringen einen unterschiedlichen Hintergrund mit – genauso wie sich ihre Werdegänge stark unterscheiden. Das ergibt ein Montaigne-Programm, das nicht in erster Linie die inneren Bezüge zwischen einzelnen Werken fokussiert, sondern sich als bunt gemischter Strauss präsentiert. Das Publikum erwartet ein abwechslungsreiches Konzert mit kurzen Werken – frisch von der Feder!
 

Julianna Wetzel Flöte | Nicola Katz Klarinette | David Sontòn Caflisch Violine | Kaspar Wirz Kontrabass

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Kritik MIT GÄSTEN FÜR DEN GAST  – WOLFGANG RIHM CHIFFRE-ZYKLUS
Neue Luzerner Zeitung | 4. Juli 2015

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‘ANTHONY BRAXTON | ENSEMBLE MONTAIGNE (BAU4) 2013 | ROLAND DAHINDEN’

Die CD kann per Mail an info@ignm-zentralschweiz.ch für 20 CHF bestellt werden.

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KRITIK JÜRG SOLOTHURNMANN

ANTHONY BRAXTON/ROLAND DAHINDEN
Ensemble Montaigne (Bau 4) 2013
10 Musiker; Dahinden (cond)
LEO/leorecords.com

4 Sterne

Seine Palmares sind lang. Versiert ebenso mit Jazz wie moderner Klassik, war der Innerschweizer Posaunist und Komponist Roland Dahinden 1992-95 u.a. auch Anthony Braxtons Assistent und seither ein regelmässiger Musikerkollege. Von daher rührt seine intime Kenntnis der umfangreichen Arbeit und Tri-Axium-Philosophie Braxtons, deren jazziger Aspekt nur einen Bruchteil des ganzen Werks ausmacht. Parallel zu seinen eigenen Kompositionen und Projekten und manchmal zusammen mit seiner Partnerin Hildegard Kleeb vermittelt Dahinden auch kompetent die weitreichenden Ideen des Amerikaners. Mit dem neuen zehnköpfigen Ensemble Montaigne hat er die komplexen miteinander fusionierten „Compositions“ einstudiert, die auch eine Menge Improvisation – basiert auf Braxtons System der „language music“ – enthalten. In der 50minütigen  Konzertaufnahme im Bau 4 Altbüron durchdringen sich Ton und Geräusch total. Das Klangbild des Instrumentarium (5 Streicher, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn) und die Motorik wirken klassisch. Doch viele Aspekte von Free Jazz, Free Music und Neuer Musik vermischen sich ja bereits seit längerem. Dahinden dirigiert und ruft auch die bestimmten Improvisationsarten ab. Die fordernde Musik wirkt insgesamt gestenreich und vital, ist aber trotz ihrer Verwobenheit auch hörbar gegliedert und – wo notiert – vom Ensemble präzise umgesetzt. js

 

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